Diving into the Unknown - Doku Review
Film & Fensehen

Diving into the Unknown – Review

Am 6. Februar 2014 tauchten fünf finnische Taucher in eine Höhle in Norwegen. Zwei von ihnen kamen nicht zurück. Doch damit wollten sich die Freunde nicht abfinden. Diving into the Unknown.

Die finnische Dokumentation Diving into the Unknown erzählt eindrucksvoll von einem Unglück, das sich am 06. Februar 2014 in Norwegen ereignet hat.

Die Plura-Höhle

Die Plura-Höhle befindet sich in Norwegen, nahe der Stadt Mo I Rana. Plura ist die größte und tiefste bekannte Höhle in Norwegen. Sie ist über 1000 Meter lang und bis zu 130 Meter tief. Manche Stellen der unterirdischen „Röhre“ sind so eng, dass ein Mensch sich kaum hindurchzwängen kann. Sie ist, bis auf zwei „Räume“, komplett mit Wasser gefüllt, (natürlich) stockdunkel und eiskalt.

Plura Höhle
Die Plura-Höhle, Grafik: Michael Heinbockel


Der schicksalhafte Tauchgang

Am 6.02.2014 schnitten fünf Taucher ein dreieckiges Loch in den vereisten See, der auf einer Seite über dem Eingang zur Plura-Höhle liegt, um in die Höhle abzutauchen. Dabei teilten sie sich in zwei Teams auf, die in Abständen von zwei Stunden tauchten. Die Höhle sollte komplett durchtaucht werden, bis zum Ausstieg bei Steinugleflåget.

Alles lief wie geplant, der tiefste Punkt bei -130 m wurde überwunden, das erste Team befand sich im Aufstieg zur Steinugleflåget, als der zweite Taucher in -110 m Tiefe in einer Restriction stecken blieb. Er signalisierte seinem Tauchpartner, dass er Hilfe benötigte, doch an dieser Stelle ist die Höhle eng und geht steil aufwärts, sodass dieser nur beschränkte Möglichkeiten hatte, seinem Freund zu helfen.

Aufgrund der Tiefe und dem ansteigenden CO2-Gehalt im Atemkreislauf zeigte der eingeklemmte Taucher erste Anzeichen von Panik, was die Situation zusätzlich verschärfte. Er stieg aus dem Rebreather aus und wechselte auf seine Notfallflasche, die er für solche Situationen mit sich führte. Aber der CO2-Gehalt in seinem Körper war bereits so hoch, dass er das Gefühl hatte, aus seiner Flasche nicht atmen zu können. So verlangte er nach der Notfallflasche seines Freundes. Dieser gab ihm seinen Regler zum Atmen, doch das Problem blieb bestehen und trotz verzweifelter Anstrengungen ertrank er schließlich.Sami Paakkarinen

Das Filmteam begleitete die Aktion und ich möchte hier nicht weiter spoilern, denn Du solltest Dir die Doku unbedingt anschauen.

Missglückte Bergung

Die Dokumentation, die eigentlich nur den ersten Tauchgang begleiten sollte, zog sich nun, aus traurigem Anlass, weiter hin. Als norwegische und britische Bergungsteams die Bergung der beiden Toten abbrachen, da diese zu gefährlich war, trafen die überlebenden Freunde eine Entscheidung: Wir holen unsere Freunde raus!

Diving into the Unknown ist extrem spannend und mit eindrucksvollen Bildern gespickt. Die (wunderschöne) Sprache ist finnisch und der Film wird mit deutschen Untertiteln gesendet. Sei sicher, das ist kein Problem und nicht störend. Es lohnt sich auf jeden Fall. Derzeit ist die Doku bei Amazon Prime kostenlos erhältlich.

(C) Bilder Quelle: Mick

 


Gefallen? Teile diesen Artikel mit Freunden!

Geschrieben von

Admin, apfel-affin, schreibsüchtig. Ich sende auf allen Frequenzen. Jeden Tag veröffentlichen mein Team und ich News, Trends und Infos. Wir freuen uns über Deinen Besuch.

Vorheriger Beitrag
Supermond
 
Kategorie: Film & Fensehen  Keinen Artikel verpassen? Bestelle unseren Newsletter!
 

Kommentieren

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert