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Mörder von Fritz von Weizsäcker zu 12 Jahren Haft verurteilt

Der 57-jährige Gregor S. ist von einem Berliner Schwurgericht wegen Mordes und versuchten Mordes zu 12 Jahren Haft verurteilt worden. Gleichzeitig wurde die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet.

Der Angeklagte hatte Fritz von Weizsäcker, Sohn des ehemaligen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, am 19. November 2019 durch einen Messerstich in den Hals getötet. Das Opfer hatte in der Berliner Schlosspark-Klinik, in der es auch als Chefarzt tätig war, einen Vortrag gehalten. Ein herbeigeeilter Polizist, der von Weizsäcker schützen wollte, wurde damals schwer verletzt, konnte aber durch eine Notoperation gerettet werden.

Gregor S. handelte wahnhaft und aus verqueren Motiven. So gab er an, dass der Vater des Opfers an der Entwicklung des Entlaubungsmittels Agent Orange beteiligt war, das im Vietnam-Krieg eingesetzt wurde und schwere Krankheiten bei den Soldaten und der Bevölkerung verursachte und bis heute verursacht.

Tatsächlich war Richard von Weizsäcker von 1962 bis 1966 Mitglied der Geschäftsführung des Chemie- und Pharmaunternehmens Boehringer Ingelheim in Ingelheim am Rhein. Boehringer Ingelheim lieferte im Folgejahr 1967 720 Tonnen Trichlorphenolatlauge, ein Zwischenprodukt für Agent Orange, an Dow Chemical.

Gregor S. wurde verminderte Schuldfähigkeit attestiert, wodurch er einer lebenslangen Freiheitsstrafe entging. Reue zeigte er nicht. Im Schlusswort äußerte er lapidar „Der Drops ist gelutscht“.


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