Ich bleib so scheiße, wie ich bin - Rebecca Niazi-Shababi
Leben & Lifestyle

Buch-Tipp: Ich bleib so scheiße, wie ich bin – Rebecca Niazi-Shababi

Bevor ich dieses Buch in die Hände bekam, hatte ich ganz ähnliche Gedanken wie Rebecca Niazi-Shababi über das Thema Selbstoptimierung. Es ist ja durchaus erstrebenswert, sich zu verbessern und an sich zu bearbeiten. So hatte ich z.B. u. a. großes Interesse an Minimalismus. Im Groben heißt das: Weg mit allem, was Du nicht brauchst und das Dir keine Freude oder Nutzen bringt. Ein wenig Marie Kondo, Aufräumaktion und Entrümpeln in einem. Aber auch andere Bereiche zum Thema Selbstentwicklung haben mich interessiert. Wie man fokussierter arbeitet, wie man freundlicher wird, wie man besser fotografiert und und und…

Gut werden kann scheiße sein

Das Problem mit all meinen Interessen an der Selbstentwicklung war: Ich wurde in keinem davon gut. Das hat mich zwar nicht übermäßig frustriert, aber ein wenig doch. Und da sind wir wieder bei meinen Gedanken, die ich mir dazu gemacht habe. Nämlich, dass, wenn man all den Tipps, Wegen und Regeln folgen will, man zwangsläufig versagt und ggf. sogar durchdreht. Und hier sind wir beim Buch.

Rebecca Niazi-Shababi fragt in ihrem Buch, ob Selbstoptimierung wirklich erstrebenswert ist. Oder ob man lieber locker lassen sollte. Wenn sich die Selbstentwicklung nämlich zu einem stetigen Streben zu einem unerreichbaren Ideal entwickelt, werden möglicherweise Unzufriedenheit und Depression das Ergebnis sein.

Besser sein zu wollen als wir sind fällt unangenehm auf. In buddhistischen Seminaren finden wir z.B. viele Egozentriker. In den sogenannten VIP-Lounges von Modeschauen und Messen versammeln sich unbekannte Kleinbürger. Sie versuchen das Bild ihrer Wunschpersönlichkeit widerzugeben, das aber nicht der Wirklichkeit entspricht.

Rebecca Niazi-Shababi – Ich bleib so scheiße, wie ich bin

Rebecca Niazi-Shababi: Lizenz zum Lottern?

Rebecca Niazi-Shababis Buch, erschienen beim Piper Verlag, ist wahr und unterhaltsam geschrieben. Doch sollte es nicht als Lizenz zum Verlottern verstanden werden. Finde ich. Andererseits ist sich selbst treu sein ja auch nicht unbedingt mit verlottern gleichzusetzen. Man sollte das richtige Maß finden, sich in Frage stellen können, aber sich auch nicht in irgendwelchen Selbsttherapien verlieren. Und vor allen Dingen – und das macht Niazi-Shababi sehr deutlich – sollte man nicht bis zur Depression irgendwelchen Idealen hinterher rennen.

In diesem Sinne wünsche ich Dir, dass Dich das Buch inspiriert, aber nicht – diesmal in die andere Richtung – abermals auf einen neuen, endlosen Weg schickt. Bleib wir Du bist und denke daran, Dein „Ich“ ab und an ein liebevoll aufzupolieren. Viel Spaß beim Lesen.

Niazi-Shahabi entstammt einer deutsch-iranisch-israelischen Familie. Sie wurde in Bremen geboren und lebt derzeit in Berlin, wo sie als freie Autorin und Werbetexterin arbeitet.

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