Apple oder Android?
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Apple oder Android? Ich steig’ mal kurz um

Apple oder Android? Ich bin ja, zugegeben, sehr apple-lastig. iPhone, iPad und Apple Watch. AirPods Pro und Apple TV, alles da. Dieses Jahr allerdings war ich von Apples Marktschreierei und We-are-the-Champions-Litanei so genervt, dass ich über den Tellerrand geschaut habe. Dabei ging es mir nicht um den leidigen Kampf der Apple- und Androidgemeinde. Sondern um einen objektiven Blick auf die andere Seite des Gartenzauns.

Warum es kein iPhone 12 wurde

Wie alle Apple-Fans habe ich dem iPhone 12 entgegen gefiebert. Ich nutze seit Jahren ein iPhone 7 Plus (und bin eigentlich ganz glücklich damit). Das iPhone 8 hatte mir damals nichts zu bieten, also habe ich es übersprungen. Beim iPhone X fand ich die Notch derart abartig, dass ich mich auch dagegen entschieden habe. Beim iPhone 11 hat mich abermals nichts gereizt. Ich brauche keinen leidlich simulierten Portrait-Modus in der Kamera, der kaum besser ist als schlechtes Photoshop-Editing. Also investierte ich 49€ in einen neuen Akku und nutzte das 7 Plus weiter.

Aber das iPhone 12 sollte es nun sein. Gespannt verfolgte ich die Keynote. Endlich wird meine 12-Megapixel Kamera durch etwas Größeres ersetzt. Endlich kann ich Bilder auch mal zuschneiden, ohne die Auflösung auf 1980er Niveau zu senken. Da kommen die Kamera-Spezifikationen! Juhuuu. Ok, das Mini und das iPhone 12 haben auch nur 12 Megapixel, aber das iPhone 12 Pro wird doch…

Nein. Es wurde nicht. Abermals 12 Megapixel. Wie seit Jahren. Das Design wie beim 4S. Ein neuer Prozessor. Oder um es mit Apple zu sagen: Der Wahsinnstollemegaprozessor, den die Welt noch nicht gesehen hat.

Und den die Welt nicht braucht. Ok, wenigstens ich brauche ihn nicht. Ob er ein Smartphone nun noch einen Mü schneller macht als Modell von vor einem Jahr, geht mir am Arm vorbei. Was ich brauche ist Nutzen. Innovation. Mit der Zeit gehen. All das bekomme ich beim iPhone 12 nicht. Und so wird ein weiteres Jahr ins Land gehen. Nur, diesmal werde ich weit weniger aufgeregt sein.

Apple oder Android on the Blog

Dass ich mir, mal wieder, ein Android-Smartphone angeschafft habe, ist diesem Blog zu verdanken. Um auch mal etwas über Android schreiben zu können, sollte man eines nutzen. Nun bin ich weder ein Fan des hässlichen Android-Designs mit seinen Lollibonbon-Icons, noch ein Fan von Google. Im Gegenteil. Das hinterfotzige Datensammeln nervt mich noch mehr, als Apples Superlative. Aber, wie man hier im Norden sagt, nütschanix.

Da das Gerät nur Testzwecken dient, sollte es günstig sein. Die Wahl war schnell getroffen.

Huawei P30 lite New Edition

229€ ist für einen Apple Nutzer natürlich erst einmal eine Summe, die ihn sofort einen vierwöchigen Urlaub auf den Bahamas planen lässt und die erst einmal überhaupt nicht sein kann. Aber doch, nach einem schnellen Media Markt Besuch war das Thema erledigt.

Natürlich musste ich erstmal alle Google-Dienste abschalten, die möglich waren und auch die Huawei-Dienste (von denen es recht wenig gibt) ignorieren und sperren. Meine Kontakte mittels DAVX von meiner NAS synchronisieren, Fotos, Kalender und Aufgaben ebenso. Um wenigstens etwas Ästhetik ins Spiel zu bringen, den Nova Launcher drauf, aber dann… Nicht schlecht. Gar nicht schlecht. Für 229€? Ich nutze es mittlerweile sogar gern. Und dank der besagten Synology-NAS (*) synchronisieren sich die Apple und Android Welt sogar. Angenehmer Nebeneffekt: Alle Fotos sind aus der iCloud heraus. Das hatte ich immer schon vor, ich war aber zu faul.

Nun ist mir klar, dass nicht jeder, der sich vor Google retten möchte, eine NAS hat. Aber wen die Google-Dienste nicht stören – bitte sehr. Kleines Geld, flottes Gerät. Alles drin, was man braucht. Größeres Display als mein iPhone 7 Plus und gut in der Bedienung.

Die Kamera hat nun zwar eine höhere Auflösung (48 Megapixel), ist aber nicht unbedingt besser. Natürlich sind Megapixel nicht alles, man muss sich dennoch nicht im nostalgischen Rahmen an der Grenze zum historischen Rahmen bewegen, wie Apple es tut. Finde ich.

Huawei P30 lite New Edition bei Amazon (*)

Huawei P30 lite New Edition – Technische Daten

  • Android 9.0 Pie (Update auf Android 10 kam sofort)
  • 6,15 Zoll FullHD-Display
  • 48 + 8 + 2 Megapixel Triple-Hauptkamera
  • 24 Megapixel Frontkamera
  • 128 GB interner Speicher
  • 2,2 GHz Octa-Core Prozessor
  • 4 GB RAM Arbeitsspeicher
  • Display 1.080 x 2.312 Pixel, 415 ppi, Mineralglas
  • Dual-Sim
  • Akku 3340 mhA
  • USB-C Port
  • Ladeadapter (Hello iPhone 12)
  • Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung

Wenn man sich bei Android-Smartphones nun aus dem Low-Budget-Bereich herausbewegt, sind sie vergleichsweise richtige Hardware-Monster. Und kosten immer noch gern mal unter 1000 Euro. Da fühlt man sich als Apple-Nutzer leicht mal veralbert.

Wie auch immer. Was mir bei dem P30 richtig gut gefällt, ist der rückseitige, extrem schnelle Fingerabdrucksensor (Gesichtserkennung gibt es auch noch obendrauf). Außerdem ist das Display schön hell. Das Gerät hat zudem einen 3.5 mm Audioanschluss, den ich nicht nutze. Es verbindet sich aber (schneller als das iPhone) mit meinen AirPods Pro. Und ein eingebautes Radio hat das Ding auch noch. Irre. Dabei nutzt es das Kopfhörerkabel (liegt bei) als Antenne.

Nur die eingebauten Lautsprecher sind mir einen Tick zu leise. Aber sonst? Nach viel Spielerei habe ich abends noch 50% Akku und das iPhone, das kaum benutzt wurde, hat noch 30%. Naja. Statt ihr Batteriemanagement in den grünen Klee zu loben, wäre es vielleicht eine gute Idee, einen vernünftigen Akku einzubauen.

Apple oder Android – Fazit

Mir fehlt bei Android Apples Eleganz und der Flow. Ich mag es eben, wenn ich auf einem Apple-Gerät scrolle und das Bild butterweich dahinzieht. Wenn Dialogfenster schön aussehen und die Schrift edel. Und es gibt vollständige, kinderleichte Backups. Warum dies bei Android nicht, oder – noch schlimmer – nur unvollständig und stückweise möglich ist, bleibt ein Rätsel.

Wäre mir all dies nicht wichtig, ich würde mir garantiert ein Android-Smartphone kaufen. Denn es gibt einfach mehr fürs Geld. Daran ist nicht zu rütteln.

Beitragsbild: Camillo Garcia
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