Glossybox
Make-up & Beauty

Glossybox – ich habe es getan!

Ich habe es getan. Schon wieder! Ich habe nach knapp drei Jahren Pause endlich wieder die Glossybox abonniert.

Das Konzept „Glossybox“

Das Konzept der Glossybox ist simpel – für 15,00 € pro Box erhält man jeden Monat vier bis sechs Produkte im Wert von mindestens 50,00 €. Auf www.glossybox.de kann man sein Beauty-Profil anlegen und angeben, welche Produkte einen besonders interessieren und was für einen Hauttyp und welche Haarfarbe man hat. Einfluss auf die Produkte, die man erhält, hat man aber nicht. Man wird jeden Monat überrascht. 

Jeder Box liegt ein kleines Heftchen bei, in dem alle Produkte kurz aufgeführt und beschrieben werden, die in der aktuellen Glossybox zu finden sind. Manche Produkte sind in jeder Box, manche bekommt man entsprechend den Angaben, die im Beauty-Profil gemacht wurden.

Schließt man Abonnements ab, wird die Box günstiger – für 6 Monate zahlt man 81,00 € (13,50 €/Monat), für das 12-Monats-Abo zahlt man 150,00 € (12,50 €/Monat). Neu ist, dass man für das 12-Monats-Abo nicht gleich zu Beginn den Gesamtbetrag zahlen muss – man kann auch monatlich lediglich 12,50 abbuchen lassen.

Meine Erfahrungen mit Glossybox

Ich habe lange drüber nachgedacht, ob ich sie wieder abonnieren soll – und konnte letztendlich nicht widerstehen. Diesmal macht die Glossybox auch endlich Sinn für mich. Dass ich damals die Glossybox abonniert hatte, war nämlich Perlen vor die Säue geschmissen. Beispielsweise war einmal eine Contouring-Palette in der Box. So ziemlich das einzige Produkt aus der Glossybox, das ich aufgehoben habe, weil ich mir absolut nicht vorstellen konnte, dass man diese Farben in seinem Gesicht aufbringen kann, ohne absolut lächerlich auszusehen. Der Fakt, dass manche Menschen das wohl benutzen, hat mich so tief beunruhigt, dass ich mich von der Palette nicht trennen konnte:

Contour Palette

Und dann die Beschreibung dazu! Helle, mittlere und dunkle Striche im Gesicht verteilen? Das dunkle Zeug „diagonal unter meinem Wangenknochen“ auftragen? Bitte was? Das sieht doch einfach dämlich aus … so läuft doch keiner rum! Von Verblenden hatte ich damals noch nie etwas gehört, und Cremeprodukte kannte ich nur in Zusammenhang mit Hautpflege (und natürlich mit Eis!), aber nicht mit Make-up.

Contour Palette

So oder so ähnlich verliefen meine meisten Erfahrungen mit der Glossybox. Verstehen Sie mich nicht falsch – ich habe sie geliebt. Von ganzem Herzen. Es war toll, jeden Monat eine Box voller Beautyüberraschungen zu erhalten. Ich konnte halt nur leider fast nix damit anfangen. Sie erinnern sich an meine Serie „Corona Make-up des Tages“? Da habe ich Ihnen jeden Sonntag eine Gesichtsmaske vorgestellt. Diese Gesichtsmasken stammten überwiegend aus meinen alten Glossyboxen. Die ich exakt vom 25.02.2016 bis zum 10.10.2017 abonniert hatte. Noch Fragen …?

Nun aber habe ich dieses Jahr meine tiefe Liebe zu Make-up entdeckt. Ich konnte also nicht anders – ich musste die Glossybox erneut abonnieren. Vorläufig erst einmal für ein halbes Jahr. Und gestern erreichte mich dann auch schon die Glossybox August 2020. Inhalt: Lauter Produkte, die ich damals entsorgt hätte, heute jedoch alle gut gebrauchen kann! Darf ich vorstellen …?

Glossybox

Meine Produkte in der August-Box

1. Liquid Lipstick von Kat Von D (Originalprodukt (6,6 ml), Wert: 19,95 €)

Das Highlight der Box im August 2020 ist ein Liquid Lipstick von Kat von D, der in diversen Farben in den Boxen gelandet ist. In meiner Box war die Farbe „Crucifix“, ein sehr dunkles Braun, das perfekt für einen Vamp-Style geeignet ist. Ich habe heute versucht, den Lippenstift mit einem dezenten Augen-Make-up alltagstauglich zu machen. Dazu habe ich aus der Maddie Ziegler Palette von Morphe „Butterfly Fantasy“ auf das bewegliche Augenlid aufgetragen und in die Lidfalte „Latte“ gegeben; „Latte“ habe ich bis knapp unter die Augenbrauen verblendet. Mit dem Epic Ink Eye Liner von NYX in braun habe ich einen Schmalen Lidstrich mit Wings gezogen; die W8mpern habe ich mit der Volume Million Lashes Mascara von L‘Oréal schwarz getuscht. Auf Lidschatten am unteren Wimperntusche habe ich komplett verzichtet, ebenso auf Kajal. Mit Bronzer war ich dehr sparsam – der Fokus liegt mit diesem Lippenstift nun einmal komplett auf den Lippen.

Auch mit diesem dezenten Augen-Make-up ist klar: Man fällt mit diesem Lippenstift auf. Man muss sich trauen, ihn zu tragen. Für mich persönlich ist mit diesem Lippenstift und dem dezenten Augen-Make-up allerdings ein neuer Lieblingslook geboren. Er ist einfach etwas Besonderes. 

Übrigens: Kat Von D heißt eigentlich Katherine von Drachenberg und ist eine US-amerikanische Tattookünstlerin. Anfang 2020 hat sie sich aus der Firma „Kat Von D Beauty“ komplett zurückgezogen. Das Label wird nun von KENDO unter dem Namen „KVD Vegan Beauty“ weitergeführt. 

2. GLOSSYBOX Eye Boost Cream (Originalprodukt (15 ml), Wert: 23,00 €)

GLOSSYBOX hat nun eine eigene Skincare-Linie herausgebracht, bestehend aus:

• Tiefenreinigender Creme

• 3-in-1 reichhaltige Feuchtigkeitspflege

• Sanftem Reinigungsschaum

• Nacht-Serum

• Klärendem Aktivkohle-Cleanser

• Tonerde-Peeling

• Täglichem Mizellen-Reinigungsgel

• Hydrating Mist

• 3-in-1 Feuchtigkeitspflege

• Augen-Booster-Creme

Die Augen-Booster-Creme liegt als Teaser auf die neue Linie im August in Originalgröße (15 ml) in jeder Glossybox. Mit Holunderblüten-, Augentrost- und Rotalgenextrakt soll sie Augenringe reduzieren und geschwollene Augen abschwellen. Da ich nur selten mit tiefen Augenringen und Schwellungen zu kämpfen habe, kann ich die Wirkung nicht beurteilen. Bei den meisten Augencremes habe ich allerdings das Problem, dass sie auf meiner empfindlichen Haut rings um die Augen fürchterlich brennen – das Problem habe ich bei dieser Augencreme nicht. Sie lässt sich angenehm auftragen, gut verteilen und hat bei mir einen angenehmen, leicht kühlenden Effekt gehabt. 

3. Extraordinary Translucent Setting Powder von Ciaté London (Originalprodukt (7 g), Wert: 16,00 €)

Ein samtig-weiches loses Puder mit ölabsorbierendem Bambusextrakt und feuchtigkeitsspendender Hyaluronsäure, das sich sowohl zum Fixieren von Make-up als auch zum Baken eignet. Wenn Sie dabei jetzt an Kuchen backen denken, helfe ich an dieser Stelle gern, Ihre Beauty-Guru-Skills zu verbessern: 

Beim Baken handelt es sich um eine Make-up Technik, mit der vor allem Concealer besonders gut mattiert und haltbar gemacht werden kann. Bei dieser Technik wird auf die Stellen, die besonders fixiert oder hervorgehoben werden sollen, mit einem feuchten Schwamm viel loses Puder über den Concealer bzw. über die Foundation gegeben. Das lose Puder muss 10 bis 30 Minuten auf dieser Stelle bleiben; in dieser Zeit verbindet sich das lose Puder durch die Körperwärme besonders gut mit der Foundation und dem Concealer, es „backt“ diese.

Möchte man beispielsweise ein Contouring noch verstärken, kann man dies ebenfalls mit Baking erreichen – indem man die Gesichtspartie, die zwischen dem Contouring und dem Kieferknochen liegt, „backt“.

Das Puder fühlt sich an, als würde es auf der Haut schmelzen. Sehr angenehm! Es hat einen mattierenden Effekt und hinterlässt keinen weißen Schleier. 

4. Coffee Scrub von MineTan (Originalprodukt (30 ml) Wert: 6,00 €)

Wem Kaffee im Blutkreislauf nicht genügt, und wer Koffein am liebsten intravenös verabreicht bekommen würde, kann ja mal dieses Körperpeeling mit Kaffeepulver ausprobieren. Für die notwendige Feuchtigkeit sorgen Süßmandel- und Macadamiaöl. Das Peeling riecht, wie zu erwarten, nach Kaffee und fühlt sich absolut angenehm auf der Haut an. Selbst meine empfindliche Haut, die Peelings aller Art meistens nicht gut verträgt (die Haut rötet sich umgehend und fängt an, zu brennen), ist begeistert von diesem Peeling. Nach dem Abwaschen bleibt ein minimal öliger Film auf der Haut zurück, der sich sehr pflegend anfühlt. Großes Manko: Man soll das Peeling eigentlich 5 Minuten auf der Haut einwirken lassen. Meiner Meinung nach total bescheuert – ich bleibe doch nicht 5 Minuten nass in der Dusche stehen und drehe Däumchen.

5. Prime & Behold von Wunder2 (Originalprodukt (5 g), Wert: 19,95 €)

Bei diesem Produkt handelt es sich um einen Primer, der die Farbpigmente von Lidschatten intensiviert und sie bis zu 24 Stunden lang wasser-, wisch- und abriebfest macht. Einfach den Primer mit dem Applikator oder den Fingern auftragen, ca. 2-3 Minuten trocknen lassen und anschließend den Lidschatten auftragen. Möchte man einen intensiven Metallic-Look erzeugen, kann man den entsprechenden Metallic-Lidschatten bzw. Glitzerpartikel direkt nach dem Auftragen des Primers darübergeben.

Ich habe den Primer lediglich als „normalen“ Lidschatten-Primer benutzt, ihn mit den Fingern aufgetragen und 2 Minuten trocknen lassen. Er lässt sich prima verteilen und hat ein leichtes Holo-Finish. Obwohl ich den Primer nicht gesettet habe, ließ sich der Lidschatten sehr gut darauf verteilen. Ob er tatsächlich Farbpigmente intensiviert, kann ich allerdings noch nicht beurteilen, da ich, wie gesagt, heute nur ein dezentes Augen-Make-up trage.

Fazit

Meine erste Glossybox nach so langer Zeit hat mir mit vielen tollen Produkten richtig viel Freude gebracht und ein neuer Lieblingslook wurde dank der Box geboren. Mit Sicherheit werde ich auch diesmal nicht für jedes Produkt Verwendung haben. Aber zum Experimentieren und um neue Produkte kennenzulernen ist sie einfach toll. Ich freue mich schon auf die nächsten Boxen!

Wenn Sie auch Lust haben, die Glossybox einmal zu testen: Aktuell gibt es die August-Box für nur 10,00 statt für 15,00 Euro. Schnell sein lohnt sich – der August ist bald vorbei, und mit ihm verschwindet die Box.

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Geschrieben von

Autorin. Rechtsanwältin. Apfel-affin. Katzennärrin. Nervtötend.

 
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