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Apple gibt Nutzerdaten aus iCloud an das FBI weiter

In der Vergangenheit hat sich Apple oft geweigert, sichergestellte iPhones für das FBI zu entsperren. So hatte sich Apple beispielsweise geweigert, in die physischen iPhones eines saudischen Staatsbürgers einzudringen, der im Dezember 2019 auf einem Marinestützpunkt in Pensacola, Florida, drei Menschen erschossen hat. (Das FBI kann iPhones mittlerweile selber entsperren). Anders sieht es jedoch bei der Herausgabe von Daten aus, die in der iCloud gespeichert sind.

Wie Forbes berichtet, ist das FBI an Apple herangetreten, um an die Daten eines bestimmten Nutzers heranzukommen. Dabei handelt es sich um Kelly Jackson, der im Rahmen der George-Floyd-Proteste im Mai 2020 mutmaßlich Polizeifahrzeuge in Brand gesetzt hatte. Das FBI überprüfte den Verdacht anhand von Überwachungs-Feeds, Filmmaterial von Nachrichtensendungen und Bildern in den sozialen Medien, wobei sich der Verdacht erhärtete. Die Ermittlungen ergaben weiterhin, dass der Verdächtige während der Tatzeit iPhones 7 nutzte.

Daraufhin trat das FBI an Apple heran, um an die iCloud-Daten von Kelly Jackson zu gelangen – und Apple lieferte. Videos aus dem iCloud-Konto zeigten die Hände eines weißen Mannes, der eine schwarze Tasche mit einer grünen Flasche öffnete, die mit Flüssigkeit gefüllt war, schrieb das FBI. Ein anderes Video zeigte eine Flasche, die in die offene Fahrertür eines Polizeiautos geworfen und in Brand gesteckt wurde. Der Flaschenwerfer feierte daraufhin seine Leistung vor der Kamera. Sein Gesicht war auf einem Bild zu sehen, das später an diesem Tag mit demselben iPhone aufgenommen wurde.

Verschlüsselung in der iCloud

In Apples iCloud sind bei weitem nicht alle Daten verschlüsselt. Beispielsweise liegen Fotos und Dateien in iCloud-Drive unverschlüsselt herum. Gesundheitsdaten oder auch Daten aus dem HomeKit sind allerdings verschlüsselt. Apple erklärt hier, welche Daten in der iCloud verschlüsselt sind.

Ich will jetzt keine neuerliche Diskussion über Datenschutz in Clouds vom Zaun brechen. Das Beispiel zeigt allerdings, dass Daten in irgendwelchen Clouds eben nicht sicher sind. So legitim die Preisgabe der Daten auch sein mag, so sind sind die Grenzen, wann die Preisgabe erfolgt, eben schlichtweg nicht in Deiner Hand. Meine Alternative wird immer eine eigene NAS sein. Die Frage, ob ich kriminell bin oder nicht, stellt sich dabei nicht. Die Frage nach Selbstbestimmung allerdings schon.

Apple und iCloud sind eingetragene Warenzeichen der Apple Inc.

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Montagschnipsel 28.09.2020
 
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