Köhlbrandbrücke
Crime

Aktivisten besetzen Hamburger Köhlbrandbrücke

Gestern gegen 10 Uhr hat sich eine Gruppe von Aktivisten auf der Hamburger Köhlbrandbrücke angekettet. Wenn man die Köhlbrandbrücke nicht kennt, hört sich das nicht besonders spektakulär an, der Effekt ist jedoch recht beeindruckend.

Kurz ein paar Brückendaten

Die Köhlbrandbrücke hat eine lichte Höhe von 53 Metern und ist etwa 3600 Meter lang. Fußgänger sind nicht vorgesehen. Es gibt neben den Fahrbahnen zwar einen sehr schmalen, begehbaren Streifen, dieser ist jedoch nur für Wartungen gedacht. Jeden Tag befahren über 30.000 Fahrzeuge die Brücke, die die Elbinsel Wilhelmsburg mit der A7 verbindet.

Die Aktion

Man kann sich also vorstellen, welche Auswirkungen die Aktion hatte. Etwa 70 Personen sammelten sich am Fuß der Brücke. 30 von ihnen begaben sich dann auf den Scheitelpunkt und ketteten sich dort an. Die Polizei war natürlich zeitnah vor Ort, denn die ganze Brücke ist kameraüberwacht.

Die Versammlung der Klimaschutz-Gruppe Extinction Rebellion war nicht angemeldet. Ziel der Aktion war es, auf übertriebenen Konsum aufmerksam zu machen. Dazu muss man wissen, dass die Köhlbrandbrücke in hohem Maße von Güterverkehr genutzt wird.

Der Einsatz der Polizei Hamburg verlief recht moderat. Sie forderte die Demonstranten auf, die Brücke zu verlassen. Außerdem gab sie den Aktionisten die Möglichkeit, sich selbst abzuketten. Beidem wurde nicht Folge geleistet. Da sich die Teilnehmer teilweise in Rohren angekettet hatten, musste die Polizei diese aufsägen. Eine anschließende Sitzblockade wurde von der Polizei aufgelöst.

Die Aktion dauerte von ca. 10:00 – 16:00 Uhr. Die Köhlbrandbrücke war während dieser Zeit voll gesperrt.

Zwei Polizeibeamte wurden verletzt, als mehrere Versammlungsteilnehmer zu Beginn des Demonstrationsgeschehens deren Absperrung missachteten und sich an ihnen vorbei gedrängt hatten. Einer von ihnen (48) war durch eine erlittene Knieverletzung nicht mehr dienstfähig. Eine Demonstrantin erlitt im Rahmen des Polizeieinsatzes eine leichte Handverletzung.

Der Staatsschutz (LKA 7) hat unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz nun die Ermittlungen aufgenommen.

Polizei Hamburg

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