Warschauer Ghetto
Crime

Aktion Reinhardt – die systematische Ermordung aller Juden und Roma in Polen

Heute ist der 22. Juli. Am 22. Juli 1942 begann in Polen die „Aktion Reinhardt“. Es handelt sich um einen Tarnnamen für die systematische Ermordung aller Juden un Roma im besetzten Polen. Der Tarnname steht im Zusammenhang mit dem Vornamen Reinhard Heydrichs, auf den Ende Mai 1942 ein Attentat mit tödlichem Ausgang verübt worden war. Die „Ehrenbezeichnung“ stellt zugleich eine Art von Vergeltungsanspruch dar. Heydrich erlag den Folgen eines Angriffs mit einer Maschinenpistole und einer Handgranate. Er starb am 4. Juni, nachdem sich sein Zustand gebessert hatte, an einer Sepsis und einer Bauchfellentzündung.

Die Ermordung der Juden erfolgte in den Lagern Belzec, Sobibor und Treblinka. Täglich wurden Menschen aus den Ghettos in die Lager transportiert. Der Aktion fielen 1,8 Millionen Juden und 50.000 Roma zum Opfer.

Die „Aktion Reinhardt“ stellt den Höhepunkt der nationalsozialistischen Vernichtungspolitik gegenüber den Juden dar. In den Lagern der „Aktion Reinhardt“ wurden mehr Menschen ermordet als in Auschwitz. Es gab auch keine Selektionen. Die Lager waren reine Vernichtungslager.


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